NRW (Non-Revenue Water – Nicht-ertragbringendes Wasser) ist Wasser, das produziert wird, aber vor dem Kunden verloren geht. NRW-Monitoring ist der Prozess der Überwachung von Verlusten in Rohrverteilungsnetzen. Erfahren Sie, wie ein NRW-Monitoring-System Wasserversorgern helfen kann, ihre Wasserbilanz durch Reduzierung des nicht-ertragbringenden Wassers zu verbessern.
Welche Arten von Wasserverlusten gibt es?
Wasserverluste in Versorgungsnetzen lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen:
Reale (physische) Verluste
- Rohrbrüche und Lecks in Hauptleitungen
- Undichte Hausanschlüsse
- Überläufe aus Behältern und Hochbehältern
- Undichte Verbindungen und Armaturen
Scheinbare (kommerzielle) Verluste
- Zählerfehler (Untermessung bei alten oder defekten Zählern)
- Unbefugte Wasserentnahmen (Diebstahl)
- Abrechnungsfehler
- Nicht gemessene autorisierte Nutzung (z. B. Feuerwehr, Straßenreinigung)
Der Wasserhaushalt nach IWA-Standard
Die Internationale Wasservereinigung (IWA) hat einen standardisierten Wasserhaushaltsansatz entwickelt, der die systematische Erfassung aller Wassermengen vom Eingang ins Netz bis zum Kunden ermöglicht. ThingsLog unterstützt diesen Ansatz durch die Erfassung aller relevanten Messpunkte.
NRW-Monitoring mit ThingsLog
ThingsLog bietet eine umfassende IoT-Plattform für das NRW-Monitoring, die auf der Messung von Einspeisung, Zonenbilanzen und Hausanschlüssen basiert:
- Zonenbasiertes Monitoring: Einteilung des Versorgungsnetzes in Druckzonen (DMA – District Metered Areas) und separate Bilanzierung jeder Zone
- Mindest-Nachtdurchfluss (MNF): Messung des Nachtmindestdurchflusses (typisch 2–4 Uhr) als Indikator für reale Verluste
- Druckmanagement: Überwachung des Netzdrucks, da hoher Druck physische Verluste erhöht
- Zählerpark-Management: Erkennung altersbedingter Untermessung durch Verbrauchsprofilanalyse
- Verlustindex-Berechnung: Automatische Berechnung von KPIs wie ILI (Infrastructure Leakage Index) und spezifischen Verlustmengen
Vorteile eines NRW-Monitoring-Systems
- Frühzeitige Erkennung von Lecks und Rohrbrüchen – schnellere Reparatur, weniger Wasserverlust
- Priorisierung von Sanierungsmaßnahmen basierend auf Verlustdaten
- Nachweis der Effizienzverbesserung gegenüber Regulierungsbehörden
- Reduzierung der Produktionskosten durch weniger aufzubereitendes Wasser
- Verbesserung der Versorgungssicherheit durch bessere Netzkenntnis
Fazit
Ein effektives NRW-Monitoring-System ist für Wasserversorger unverzichtbar, um Wasserverluste zu quantifizieren, Lecks schnell zu lokalisieren und die Wasserbilanz kontinuierlich zu verbessern. ThingsLog bietet die technologische Grundlage für ein modernes, IoT-basiertes NRW-Management. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung.